Spielball oder Trainingsball? Handball richtig auswählen | CHAIZ

Spielball oder Trainingsball? Handball richtig auswählen | CHAIZ

Spielball oder Trainingsball? Darauf solltest du beim Handball-Kauf wirklich achten

Wer einen neuen Handball sucht, stößt schnell auf Begriffe wie Trainingsball, Spielball, Matchball oder Wettkampfball. Das klingt zunächst nach klar getrennten Produktkategorien. In der Halle ist die Grenze allerdings deutlich weniger eindeutig.

Denn ein guter Trainingsball muss teilweise mehr aushalten als der Ball am Spieltag. Gleichzeitig bringt euch der beste Matchball wenig, wenn er sich völlig anders anfühlt als die Bälle, mit denen ihr viermal pro Woche trainiert.

Die wichtigere Frage lautet deshalb nicht: Brauche ich einen Spielball oder Trainingsball?

Sondern: Welche Eigenschaften muss mein Handball für meinen tatsächlichen Einsatz mitbringen?

Was ist der Unterschied zwischen Trainingsball und Spielball?

„Trainingsball“ und „Spielball“ beschreiben zunächst vor allem den vorgesehenen Einsatz. Entscheidend für offizielle Spiele sind die geltenden Vorgaben zu Ballgröße, Gewicht und Beschaffenheit.

Nach den aktuellen internationalen Handballregeln muss ein Handball rund sein und aus einer Leder- oder Kunststoffhülle bestehen. Die Oberfläche darf nicht glänzend oder glatt sein. Außerdem unterscheiden die Regeln zwischen Bällen für das Spiel mit Harz und ohne Harz. (dhb.de)

Ein Ball wird also nicht allein dadurch zum guten Spielball, dass „Match“ auf der Verpackung steht.

Für Spieler:innen und Vereine sind vor allem fünf Eigenschaften relevant:

Grip, Softness, Rundheit, Rebound und Haltbarkeit.

1. Grip: Der erste Kontakt entscheidet

Grip ist eine der Eigenschaften, die du bei einem Handball sofort bemerkst.

Beim Fangen, bei Täuschungen und vor dem Wurf muss sich der Ball kontrollieren lassen. Dabei spielt das Obermaterial eine zentrale Rolle.

Moderne Handbälle setzen häufig auf strukturierte PU-Oberflächen. Struktur, Materialmischung und darunterliegende Schaumschichten beeinflussen gemeinsam, wie sicher der Ball in der Hand liegt.

Bei CHAIZ kommt beispielsweise beim CNTRL HYPE GRIP ein High-Grip-PU-Obermaterial zum Einsatz. Darunter liegen zwei EPDM-Schaumschichten sowie eine Latexblase. Das Zusammenspiel soll Grip, weiches Handling und einen konstanten Rücksprung ermöglichen. (CHAIZ)

Im Training zählt Grip über 90-120 Minuten

Ein wichtiger Punkt wird beim Kauf häufig vergessen:

Testet einen Ball nicht nur für zehn Sekunden im trockenen Zustand.

Nach einer intensiven Einheit kommen Schweiß, Hallenstaub und – je nach Mannschaft – Harz hinzu. Genau dann zeigt sich, ob die Oberfläche weiterhin kontrollierbar bleibt.

Für einen Trainingsball ist deshalb nicht nur maximaler Anfangsgrip entscheidend, sondern ein möglichst konstantes Ballgefühl über die gesamte Einheit.

2. Softness: Warum sich zwei gleich große Bälle unterschiedlich anfühlen

Zwei Handbälle können denselben Umfang haben und sich trotzdem komplett unterschiedlich spielen.

Ein Grund dafür liegt unter der Oberfläche.

Schaumschichten zwischen Außenmaterial und Blase beeinflussen, wie weich sich ein Ball beim Greifen, Fangen und Werfen anfühlt. Eine gewisse Nachgiebigkeit kann dabei helfen, den Ball besser zu kontrollieren.

Zu weich ist allerdings ebenfalls nicht automatisch besser. Je weicher ein Ball ist, desto anfälliger für Abnutzung und Beschädigung (bspw. Entharzen) ist er.

Ein guter Handball muss eine Balance finden: angenehm in der Hand, aber gleichzeitig stabil genug für präzises Passen, Prellen und Werfen.

Genau deshalb sollte man Handbälle nicht ausschließlich anhand von Gewicht und Größe vergleichen.

3. Rebound: Ein Trainingsball muss berechenbar sein

Beim Rebound geht es darum, wie der Ball nach dem Kontakt mit dem Hallenboden zurückspringt.

Für das Training ist Konstanz entscheidend.

Wenn ein Ball beim Prellen unvorhersehbar reagiert, beeinflusst das nicht nur das Ballgefühl. Besonders bei Übungen mit hohem Tempo wird ein ungleichmäßiger Rücksprung schnell störend.

Die Blase, Schaumschichten und Gesamtkonstruktion spielen dabei zusammen.

Beim CNTRL HYPE setzt CHAIZ beispielsweise auf eine reaktive Latexblase und prüft das Rücksprungverhalten im Rahmen der eigenen Qualitätskontrolle. (CHAIZ)

4. Rundheit: Unspektakulär – aber extrem wichtig

Grip lässt sich gut vermarkten.

Rundheit deutlich weniger.

Für die tatsächliche Performance eines Handballs ist sie trotzdem zentral.

Ein Ball, der nicht ausreichend rund ist, kann beim Prellen, Fangen und in der Flugbahn ungleichmäßig reagieren. Deshalb gehört Formstabilität zu den Eigenschaften, auf die Vereine gerade bei einem größeren Ballbestand achten sollten.

CHAIZ prüft seine Bälle unter anderem auf Rundheit, Gewicht und Größe. Beim CNTRL HYPE wird aktuell eine Rundheitstoleranz von 1,6 % angegeben. (CHAIZ)

Ein hochwertiger Trainingsball sollte diese Eigenschaften nicht nur direkt nach dem Auspacken besitzen. Entscheidend ist, dass die Konstruktion auch nach vielen Trainingseinheiten stabil bleibt.

5. Haltbarkeit: Hier wird der Trainingsball besonders gefordert

Ein Spielball wird vielleicht einmal pro Woche intensiv genutzt.

Ein Trainingsball kann dagegen mehrmals pro Woche hunderte Bodenkontakte, Würfe, Pässe und Zweikämpfe erleben.

Für Vereine ist deshalb die Haltbarkeit besonders relevant.

Ein günstiger Ball, der schnell Grip oder Form verliert, kann langfristig teurer sein als ein hochwertigerer Ball mit längerer Nutzungsdauer.

Achtet beim Kauf deshalb auf:

  • robustes Obermaterial,

  • stabile Nähte beziehungsweise Konstruktion,

  • Formstabilität,

  • langlebiges Ventil,

  • konstanten Rebound,

  • Beständigkeit der Oberfläche.

Besonders bei Harznutzung kommt ein weiterer Belastungsfaktor hinzu: Der Ball muss regelmäßig gereinigt werden.

Spielball und Trainingsball sollten sich nicht komplett unterscheiden

Stellt euch vor, ihr trainiert die gesamte Woche mit einem weichen, griffigen Ball.

Am Wochenende liegt plötzlich ein härterer Ball mit anderem Umfang, anderem Grip und anderem Rebound am Zeitnehmertisch.

Natürlich könnt ihr damit Handball spielen.

Optimal ist es trotzdem nicht.

Gerade für ambitionierte Mannschaften ergibt es Sinn, im Training mit Bällen zu arbeiten, deren Eigenschaften möglichst nah am Spielball liegen.

Das betrifft besonders:

Umfang und Gewicht → Grip → Softness → Rebound → Ballgefühl.

Ihr trainiert schließlich nicht nur eure Bewegungen. Ihr trainiert auch tausende Ballkontakte.

Achtung: Mit Harz und ohne Harz gelten unterschiedliche Maße

Hier gibt es seit den aktuellen IHF-Regeln einen wichtigen Punkt.

Für Handbälle, die mit Harz gespielt werden, gelten andere Umfangs- und Gewichtsbereiche als für Handbälle ohne Harz.

Beispiel Größe 3:

Kategorie Umfang Gewicht
Mit Harz 58–60 cm 425–475 g
Ohne Harz 55,5–57,5 cm 400–425 g

Bei Größe 2 sind es mit Harz 54–56 cm und 325–375 g, ohne Harz dagegen 51,5–53,5 cm und 300–325 g. (dhb.de)

Das bedeutet: Zwei Bälle mit der Kennzeichnung Größe 3 können sich je nach Kategorie deutlich unterschiedlich anfühlen.

Gerade Vereine sollten deshalb vor einer größeren Bestellung prüfen, unter welchen Bedingungen die jeweilige Mannschaft tatsächlich spielt.

Der DHB weist außerdem darauf hin, dass im Spielbetrieb bestimmter DHB-Spielklassen und Regionalligen die Nutzung von Haftmittel grundsätzlich gestattet sein muss; für andere Bereiche können abweichende Regelungen relevant sein. (dhb.de)

Die jeweils aktuellen Bestimmungen findet ihr beim Handball-Regelwerk des DHB.

Welche Handballgröße brauche ich?

Für den klassischen Harzball gelten nach den aktuellen Regeln folgende IHF-Größen: (dhb.de)

Größe Typische Alters-/Spielklasse Umfang Gewicht
3 Männer & männliche Jugend ab 16 58–60 cm 425–475 g
2 Frauen ab 14 & männliche Jugend 12–16 54–56 cm 325–375 g
1 jüngere Jugend 50–52 cm 290–330 g

Im deutschen Spielbetrieb ergänzt der DHB für E-Jugend sowie F-Jugend/Minis außerdem Größe 0 mit 46–48 cm Umfang und mehr als 260 g Gewicht. (dhb.de)

Die passende Größe sollte immer vor dem Kauf geprüft werden – besonders dann, wenn ein Verein mehrere Altersklassen gleichzeitig ausstattet.

Wann lohnt sich ein hochwertiger Spielball?

Ein hochwertiger Ball lohnt sich nicht nur für den Spieltag.

Wenn du mehrmals pro Woche trainierst und großen Wert auf Ballgefühl, Grip und Kontrolle legst, profitierst du von diesen Eigenschaften bei jedem Training.

Ein hochwertiger Ball ist deshalb besonders sinnvoll für:

  • ambitionierte Spieler:innen,

  • regelmäßiges Wurf- und Individualtraining,

  • Mannschaften mit mehreren Einheiten pro Woche,

  • Vereine, die einen einheitlichen Ballbestand aufbauen,

  • Teams, die Training und Matchday möglichst nah zusammenbringen möchten.

Genau hier verschwimmt die Grenze zwischen Trainings- und Spielball.

Welcher CHAIZ Handball passt zu welchem Einsatz?

CHAIZ entwickelt seine Bälle unter realen Trainings- und Spielbedingungen gemeinsam mit Handballer:innen und Vereinen. (CHAIZ)

Der CNTRL HYPE GRIP richtet sich besonders an Spieler:innen, die hohen Grip und ein weiches Ballgefühl suchen. Er kombiniert High-Grip-PU, zweilagigen EPDM-Schaum und eine Latexblase und ist aktuell in Größe 2 und 3 erhältlich. (CHAIZ)

Daneben bietet CHAIZ mit CNTRL VOLT eine weitere Option für Größe 2 und 3 sowie mit CNTRL ROOKIE einen Handball für jüngere Altersklassen. Die aktuelle Kollektion findet ihr direkt bei CHAIZ. (CHAIZ)

Für Vereine: Nicht 20-mal einzeln entscheiden

Wenn eine Mannschaft zehn, zwanzig oder mehr Bälle benötigt, sollte nicht jeder Ball einzeln ausgewählt werden.

Definiert vorher einen Standard:

Welche Größe? Mit oder ohne Harz? Welches Gripniveau? Welches Ballgefühl? Training und Spiel mit demselben Modell?

Dadurch entsteht ein homogener Ballbestand, mit dem die gesamte Mannschaft arbeiten kann.

Bei CHAIZ können Bälle zusätzlich mit Vereinslogo, Namen oder Nummern individualisiert werden. Das erleichtert die Zuordnung und macht aus einem normalen Ballbestand echtes Vereinsequipment. (CHAIZ)

Fazit: Der beste Trainingsball ist nicht automatisch der billigste Ball

Die Bezeichnung auf der Verpackung ist weniger wichtig als das, was der Ball in der Halle liefert.

Gut zu wissen: Die Bezeichnungen „Trainingsball“ und „Spielball“ sind nicht immer klar technisch definiert. Marken nutzen diese Einteilung häufig auch, um unterschiedliche Qualitäts- und Preisstufen innerhalb ihres Sortiments abzubilden – entscheidender als die Bezeichnung sind deshalb die tatsächlichen Eigenschaften und die Verarbeitung des Balls.

Ein guter Trainingsball braucht Grip, kontrollierte Softness, einen konstanten Rebound, hohe Formstabilität und ausreichend Haltbarkeit für viele Einheiten.

Ein guter Spielball braucht im Grunde genau dieselben Eigenschaften – zusätzlich muss er zu den Regeln und Anforderungen des jeweiligen Wettbewerbs passen.

Deshalb kann ein hochwertiger Handball problemlos beides sein.

Trainingsball unter der Woche. Spielball am Wochenende.

Am Ende zählt nicht, was auf der Kategorie steht.

Sondern wie sich der Ball in deiner Hand anfühlt.

HYPE YOUR GAME.

Zurück zum Blog